Der Podcastlehrer
Der Podcastlehrer
Akustik ist das A und O
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Was es bei der Aufnahme zu beachten gilt

Bei einem Podcast können dich deine Zuhörer meist nur hören. Dies ist einer unserer wichtigsten Sinne und gleichzeitig einer des sensibelsten. Beeinträchtigungen im Klangbild können schnell dafür sorgen, dass wir nicht gerne zuhören.

Bei einem Video, sei es live oder aufgezeichnet, ist es wichtig, dass das Bild gut ist – wichtiger ist allerdings, dass der Ton optimal ist. Störende Hintergrundgeräusche, ein lautes Echo oder ein dumpfer oder zu heller Klang können stören und anstrengend sein. Wenn du etwas im Fernsehen, auf Netflix, YouTube oder Amazon Prime schaust, dann erwarten wir mittlerweile, dass das Video mindestens in HD ausgestrahlt wird – lassen es allerdings „über uns ergehen“, wenn das Video nicht ganz so gut aussieht.

Bei Ton verhält es sich oft anders. Es nervt, wenn man den Sprecher nicht verstehen kann. Für einen Podcast oder eine andere Aufnahme deiner Stimme kannst du daher idealerweise dein „Studio“ im Kleiderschrank oder unter der Bettdecke aufbauen – wenn dein Raum zu sehr hallt. Was aber, wenn du gleichzeitig noch Bild aufnehmen willst? Viele schwören auf Schaumstoffmatten in Eierkarton-Optik, dabei gibt es mittlerweile erheblich bessere Lösungen.

Wie gut die Akustik in deinem Raum ist kannst du übrigens ganz einfach herausfinden. Klatsch einmal laut in die Hände und höre ganz genau zu, ob du ein leicht oder sogar stark versetztes Echo hören kannst – ist dies nicht vorhanden oder nur sehr leise, dann ist es vermutlich kein Problem. Solltest du das Echo allerdings erkennbar hören, dann brauchst du entweder ein Mikrofon das diesen Schall nicht aufnimmt oder eine kleine Akustikbehandlung deines Raumes.

Als Mikrofon empfehle ich dir für problematische Räume, dass du auf Großmembranmikrofone (Professionelle Sprechermikrofone) verzichtest und eher etwas wie das SM7B von Shure oder das P5S von AKG verwendest. Wenn du einen speziellen Raum für solche Zwecke hast (Büro, Studio, Zockerzimmer), dann kannst du natürlich auch Akustikelemente verwenden, die deinen Raumklang optimieren und „trocken“ werden lassen.

Am Ende sollte deine Aufnahme schließlich professionell klingen und nicht, als hättest du die Aufnahme auf der Toilette gemacht. Ein kleiner Tipp am Ende: Schalte für Aufnahmen immer alle lauten Elektrogeräte aus oder entferne dich weitestgehend von ihnen UND leg dein Handy weg wenn du aufnimmst, außer du nimmst darauf auf (sonst hat das Teil zu der Zeit nichts in deiner Nähe verloren).

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