Remote Recording – klingt wie nebenan

Der Podcastlehrer
Der Podcastlehrer
Remote Recording - klingt wie nebenan
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Zu Beginn der Pandemie wurde es irgendwie immer nützlicher, dass ich mich für einen anderen Podcast, den ich mache, bereits mit Remote Recording auseinandergesetzt hatte. Für uns Podcaster ist die Aufnahme als Double Ender (also eine Aufnahme auf beiden Seiten der Leitung) grundsätzlich sehr, sehr wichtig. Doppelt hält besser ist da die Devise, denn jeder Partner hat seine eigenen Aufnahmen auf dem Endgerät und der Host, Moderator oder schlichtweg die aufnehmende Person eine Sammlung aller Spuren.

Grundlagen

Skype, Zoom, Teams oder wie die ganzen Meetingtools auch immer heißen fallen damit direkt raus, denn wir können nur eine Audiospur aufnehmen oder mit ein wenig Trickserei vielleicht einen zweiten Gesprächspartner aufzeichnen. Mittlerweile ist es bei Zoom zwar möglich, dass man eine separate Spur für jeden Teilnehmer aufnimmt, dennoch sind sind wir am Ende auf ein konstantes Netz angewiesen. Jeder kurze Aussetzer in der Übertragung wird sonst mit auf der Aufnahme zu hören sein und das ist – glaubt mir einfach – unglaublich unpassend.

Einfacher geht es mit speziellen Services für die Aufnahme (wie zum Beispiel Zencastr, Riverside oder SquadCast) oder einer schlichten Software-Lösung (Studio-Link bietet sich hier an). Für einen Podcast, bei dem ich regelmäßig Gäste einlade, ist Zencastr die einfachste Option, für regelmäßige Aufnahmesessions mit fester Crew empfiehlt sich Studio-Link (gleiches gilt dann, wenn diese Gäste Podcasts gewohnt sind).

Empfehlungen

Meine grundsätzliche Empfehlung sind, weil ich sie selber gut kenne und nutze, Zencastr und Studio-Link.

Squadcast, Riverside & Zencastr (Remote Recording im Browser)

Squadcast oder Riverside habe ich noch nie im produktiven Einsatz gehabt, dafür allerdings privat die 7-Tage kostenlosen Test verwendet und keinen echten Unterschied zu zencastr gespürt. Die Klangqualität der Services ist großartig und mittlerweile unterstützen diese Services sogar eine parallele Aufzeichnung von Video per Webcam zum Ton. Wenn man sich also indirekt gegenüber sitzen möchte, dann ist dies sicherlich ein großartiges Instrument. Neu auf dem Markt ist Soundtrap (ein Service von Spotify) mit denen man im Browser per Remote aufzeichnen und im Anschluss dort auch cutten kann. Wer Freund von Transkriptionen (also verschriftlichter Sprache) ist, der bekommt bei Soundtrap im Monatsabo sogar noch 8 Stunden von diesem Service mit dazu – soll gut sein, man merkt allerdings, dass es für Musiker-Remote-Recording gemacht wurde.

Bei diesen Web-Services funktioniert es auf Smartphones und Tablets nicht immer reibungslos, dafür braucht man hier lediglich einen Link sowie einen Rechner mit aktuellem Browser und die Aufnahme kann starten.

Studio-Link (Remote Recording per App / Programm)

Ohne Video, dafür sehr schlank und sogar für Smartphones einsetzbar ist StudioLink – hierfür braucht es auf dem Android oder iOS-Gerät eine App und ein spezielles Profil, die beide innerhalb weniger Sekunden installiert sind und danach einsatzfähig sind. Die Qualität ist wunderbar und die Aufnahme einer Liveberichterstattung per Smartphone bringt einen zusätzlichen Reiz. Ansonsten reicht es aus, wenn sich das Gegenüber ein winziges Programm für den Computer herunterlädt und die Anrufer-ID mitteilt… Aufnehmen, fertig. Hochauflösende Dateien werden dann einfach gespeichert.

Welcher Service für Dich der richtige ist, das musst du selber herausfinden. Ausprobieren kannst du sie alle kostenlos und die Nutzung in den größeren Paketen kosten maximal 25$/Monat.

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